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Ein jüdisches Schicksal

Kategorie: Veranstaltung

Ein ganz besonderer Vormittag für unsere 9ten und 10 ten Klassen. Gelebter Geschichtsunterricht, Felix Rottberger erzählt sein Leben und Überleben im Dritten Reich. Der heute 80 -Jährige Zeitzeuge lebt heute in Freiburg, 2016 erhielt er das Bundesverdienstkreuz aus den Händen von Altbundespräsident Joachim Gauck.
Am Mikrofon im Josefsaal in Achern steht ein kleiner, schmaler Mann mit Kippa und im Tallit, der jüdischen Tradition entsprechend. Ein Blick in sein Gesicht verrät dem Zuhörer, dass da ein Mensch mit Witz und Humor steht, obwohl er als Jude in die schlimmste Zeit der deutschen Geschichte hinein geboren wurde. Wer ihm zuhört, ist vom ersten Satz an von seiner Stimme gefesselt, wenn er mit leichtem dänischen Akzent sein Leben erzählt. Im Saal ist es still bis zum letzten Satz seines Vortrages.
Seine Eltern lebten in Berlin und führten ein gut gehendes Radiogeschäft. Nach der Machtergreifung Hitlers 1933 mussten sie dieses sehr bald aufgeben, das Geschäft wurde zerstört, auch das Privateigentum wurde ihnen genommen. Der Vater wurde in Berlin-Moabit ins Gefängnis gesteckt und gefoltert, aber 1935 wieder entlassen. Die Familie, inzwischen mit einer kleinen Tochter, flüchtete dann völlig mittellos nach Island. Dort eröffnete der Vater ein Lederwarengeschäft und im September 1936 kam Felix Rottberger auf die Welt. Er ist bis heute der einzige deutsche Jude, der je auf Island geboren wurde. Aber die Naziherrschaft machte auch vor Island nicht Halt, 1938 wurde die Familie ausgewiesen und sollte nach Deutschland zurückgeschickt werden. Das hätte den sicheren Tod bedeutet. Durch glückliche Umstände kamen sie nach Dänemark, wo sie erst einmal in Sicherheit waren. 1943 trifft die inzwischen 4 Kinder ein harter Schicksalsschlag. Die Familie muss wieder vor den Nazis fliehen, die Eltern gelangen nach Schweden, die Kinder werden von ihnen getrennt und müssen in Dänemark bleiben, sie leben bis Kriegsende versteckt in einem Kinderheim. Der Schmerz der Trennung von den Eltern und die tägliche Angst von den deutschen Soldaten im Versteck entdeckt zu werden, war ein tiefes, prägendes Erlebnis, das dem kleinen Mann am Mikrofon bis heute anzumerken ist. Er sagt selbst, dass er viele Jahre gebraucht habe, um darüber sprechen zu können, die Bilder im Kopf werden aber immer bleiben. Und ein Lied von einem Vogel im Baum bleibt, das er dem Publikum in dänischer Sprache vorsingt. Ein sehr bewegender Augenblick für die Zuhörer. Ein Lied, das die Kinder immer gesungen haben, um sich gegenseitig aufzumuntern, um die Angst zu vertreiben und ein wenig glücklich zu sein.
Er hat die Schrecken des Krieges überlebt dank mehrerer glücklicher Umstände und guten Menschen, die es in dieser Zeit auch gegeben hat. Nach dem Krieg fand die Familie wieder zusammen, sie lebten 10 weitere Jahre in Dänemark in Kopenhagen. Felix Rottberger wuchs mit insgesamt 5 Schwestern und einem Bruder auf. Im Herzen war sein Vater immer Deutscher geblieben, deshalb entschließen sich die Eltern wieder nach Deutschland zurückzugehen. Im Herbst 1955 machen sich 10 Menschen (die Eltern, 7 Kinder und 1 Enkelkind) zu Fuß auf den Weg nach Konstanz. Sein Vater stirbt 1984, seine Mutter 1989 in Konstanz, wo die Eltern wieder ein Lederwarengeschäft betrieben haben. Felix Rottberger heiratet eine Frau aus Berlin, er freut sich heute über seine 5 Kinder und 13 Enkelkinder.
Was bleibt von diesem Vortrag: Ein Lied, ein schicksalhaftes Leben eines bemerkenswerten Menschen, eine Botschaft gegen das Vergessen und eine kleine Anekdote am Schluss: In der dänischen Schule wurde er von seinen Mitschülern oft gehänselt, weil er so klein war. Sie riefen dann immer „Hallo, wo ist denn der Felix, hat jemand ein Vergrößerungsglas?“ Oder sie schauten auf ihn herab und riefen: „ Na Felix, wie ist denn der Luftdruck da unten?“ Und Felix Rottberger lacht ins Publikum.

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Volleyball-Turnier der Klassen 9/10

Kategorie: Allgemein

Am Montagnachmittag fand in der Winfried-Rosenfelder-Halle ein Volleyballturnier statt.
Gemeldet waren 5 Mannschaften der Klasse 9 und 10 Mannschaften der Klasse 10, sowie eine Lehrermannschaft. Gespielt wurde 5:5 mixed, d.h. mindestens 2 Mädchen mussten auf dem Spielfeld sein. Das Turnier hat allen sichtlich und hörbar sehr viel Spaß gemacht.

Platz 1: Das L-Team (Lehrermannschaft)
Platz 2: La Familia (Klasse 9c)

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Unterstufe im Disco Fieber

Kategorie: Allgemein

Die Klasse 8c mit ihrer Klassenlehrerin Frau Zwesper hatte im Rahmen ihres WVR-Projektes zur Unterstufendisco eingeladen und wer am Freitagabend von 18 bis 21 Uhr nicht dabei war, hat echt was verpasst.
Alles bestens organisiert, genug zu essen und zu trinken und vor allem die besten Hits zum Mitsingen und Abtanzen. Absoluter „running Hit“ des Abends war Jonny Depp, Depp, Depp…, der auch zum Schluss noch einmal aus den Boxen und auf die Tanzfläche kam. Nicht nur die Schüler auch die anwesenden Lehrer und Lehrerinnen waren vom Disco Fieber befallen, alle waren mit vollem Körpereinsatz in Bewegung, manche sogar im Handstand.
Bastian Wilhelm und Dominik Basler waren als DJ´s für die gute Mischung verantwortlich. Moritz Salk war wieder für die perfekte Technik, für Licht-und Nebeleffekte und auch als Bildreporter im Einsatz. Theresa Zimny hatte die Moderation des Abends und die Spielerunden voll im Griff. Zwischendurch gab es nämlich immer wieder Spieleinlagen, um die Muskulatur von Armen und Beinen zu entspannen.
Jeder in der 8c hatte seinen Job, natürlich steckte da Arbeit und Pflichtübung dahinter, aber es hat allen vollen Spaß gemacht und als die Kids nach 21 Uhr verabschiedet und abgeholt wurden, hätten sie auch gerne noch weiter gemacht, viele meinten, so etwas sollte es öfter geben.
Na dann, Wiederholung lässt grüßen!