Autorin liest an der Robert-Schuman-Realschule

Kategorie: Allgemein

Eine Begegnung mit Karin Bruder im Rahmen der Frederick-Tage

Die Frederick-Tage, die jedes Jahr vor den Herbstferien stattfinden, sind ein landesweites Literatur-Lese-Fest und für viele Schüler und Lehrer eine willkommene Gelegenheit, einen Schriftsteller oder eine Schriftstellerin einmal hautnah zu erleben. Dieses Jahr war Karin Bruder für die sechsten Klassen der Realschule nach Achern eingeladen worden.
Die Autorin lebt mit ihrer Familie, zu der auch eine Katze gehört, in Karlsruhe, geboren ist sie aber in Rumänien. Sie kam mit ihren Eltern erst im Alter von 10 Jahren nach Deutschland, erzählt sie von sich. Schon sehr früh mit 13 Jahren hat sie ihre Leidenschaft zum Schreiben entdeckt. Als Schülerin hatte sie viele Brieffreundschaften und hat gerne gelesen. Sie reist gerne und schreibt am liebsten über fremde Länder und Menschen, wie man an einigen Titeln der mitgebrachten Bücher unschwer erkennen konnte: „Panama“, „Die Erben der Pharaonin“ oder eben „ Haifische kommen nicht an Land“, das Buch, das Karin Bruder für die Lesung ausgesucht hat. Die Geschichte spielt in Nicaragua, genauer gesagt am Nicaragua-See, dem größten Binnensee Mittelamerikas, dem einzigen Süßwassersee, in dem es Haie gibt, so erzählt sie und veranschaulicht dies auf einer Weltkarte. Karin Bruder gelingt es durch ihre interessante Mischung aus Hintergrundinformationen, Lesung und direktes Gespräch mit den Schülern und Schülerinnen einen guten Spannungs- und Aufmerksamkeitsbogen über fast neunzig Minuten aufrecht zu erhalten.
Die Autorin nimmt das Publikum mit auf die Vulkaninsel Ometepe im Nicaraguasee, wo der 12 -jährige Joaquin mit seiner Mutter und seinen Schwestern lebt. Sein Vater wurde von einem reichen Plantagenbesitzer, dem Patron, erschosssen. So muss der Junge das Geld für die Familie verdienen und geht deshalb nicht zur Schule, obwohl es in seinem Land eine Schulpflicht gibt. Joaquin hat ständig Hunger und damit beginnt Karin Bruder auch den ersten Leseblock: Der Junge ist nach der Arbeit zusammen mit seinen Freunden zu einem Festmahl eingeladen und freut sich natürlich riesig darauf, sich einmal richtig satt essen zu können. Aber unterwegs stürzt er und verletzt sich, deshalb kommt er dort nie an. Er wird durch Zufall von fremden „Gringos“ auf der Straße gefunden und verarztet. So lernt er das deutsche Mädchen Rosa und ihren Vater Peter kennen. Rosa hat eigenes Taschengeld und kann Joaquin Essen kaufen soviel er will und was er will, das ist für ihn unbegreiflich. Es treffen hier zwei verschiedene Kulturkreise aufeinander – arm und reich – Joaquin ist von Rosa fasziniert und hofft darauf, auch ein wenig von ihr profitieren zu können. Was die Abenteuer von Rosa und Joaquin mit dem Titel des Buches zu tun haben, muss der Leser schon selbst herausfinden….. Am Ende gibt es auch eine überraschende Wende.
Zum Schluss der Lesung stand Karin Bruder noch ganz interessierten Schülern für viele Fragen zur Verfügung und Autogramme gab es natürlich auch.