Taizé Fahrt

Kategorie: Ausflug, Projekt

Wie in den letzten Jahren, gab es auch in diesem Schuljahr eine spirituelle Reise ins französische Taizé. Organisiert von Frau Schneider und Herrn Schönit war auch dieses Jahr das Interesse von Schülerseite sehr groß, sagen wir mal, diese etwas andere Studienfahrt mitzumachen. Immerhin ist Taizé kein Ort an dem die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe neun und zehn in Luxus schwelgen, von fünf Sterne Kochs bekocht werden oder die Zimmer eine Klimaanlage mit Meerblick haben.

In Taizé treffen sich Menschen – hauptsächlich Jugendliche – aus aller Welt um gemeinsam zu beten, sich auszutauschen und um einfach mal international zu „chillen“.

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Die Kontakte wurden schon sehr früh geknüpft, als in Kehl zu der Gruppe der 20 Acherner Robert-Schuman-RealschülerInnen und deren fünf Betreuer, acht SchülerInnen plus Frau Koch (ehemalige Referendarin) von der Tulla-Realschule in Kehl zu uns in den Bus stiegen. Somit machten wir uns mit 34 Leuten am Mittwoch den 05.06. auf die Reise nach Burgund.

Gerade noch rechtzeitig zum Abendessen traf die hungrige und neugierige Meute dort ein und es musste von Schülerseite schnell festgestellt werden, dass das Essen in den nächsten Tagen nicht unbedingt das Gleiche sein würde, wie man es von zuhause gewohnt ist. Aber nicht nur das Essen, auch unsere Unterkünfte bzw. Schlafplätze waren spartanischer eingerichtet als das ein oder andere Kinderzimmer zuhause. So waren unsere Damen in zwölfer Baracken, teilweise zusammen mit schwedischen bzw. finnischen Mädchen untergebracht, während sich die sieben Jungs mit Herrn Schönit und Herrn Wald zwei sechser Baracken teilten.

Doch das schreckte niemanden ab, war man doch auf alles vorbereitet worden und ohnedies aus ganz anderen Gründen da. In den dreimal am Tag stattfindenden Gottesdiensten fand man zu innerer Ruhe und betete gemeinsam mit Hunderten anderer Menschen, sowie den Brüdern der von Frère Roger gegründeten Brüdergemeinschaft. Dazu sang man Loblieder in vielen verschiedenen Sprachen. Dies sei, so meinten die SchülerInnen, eine tolle Erfahrung für sie gewesen, denn die meisten waren zum ersten Mal in Taizé und kannten diese Art des Gottesdienstes bzw. des Gebetes nicht. In der morgendlichen Bibeleinführung und den anschließenden Kleingruppen wurde über interessante Bibelstellen gesprochen und man konnte sich mit anderen Jugendlichen austauschen. Ebenso wurde in diesen Treffen der Kleingruppen eine ausgewählte biblische Geschichte als Theaterstück eingeübt und am Folgetag der Gesamtgruppe präsentiert. So konnten die SchülerInnen neben ihrem gesanglichen Talent auch ihre schauspielerischen Kompetenzen auf spirituelle Art und Weise verfeinern. Dass durch den, für jeden Besucher anfallenden Putzdienst, auch noch etwas weiteres fürs Leben gelernt wurde, sei an dieser Stelle nur kurz erwähnt. Denn aufgrund der vielen Kontakte zu neuen Freunden aus Kehl, Schweden oder anderswoher, geriet auch dieser, etwas unangenehmere Teil am Ende schnell in Vergessenheit, sodass wir alle mit viel Freude und einem Lächeln im Gesicht auf die schönen fünf Tage in Taizé zurückblicken können.