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Tatort Schultoilette – Präventionsprojekt an der Robert-Schuman-Realschule

Einen ungewöhnlichen und zugleich innovativen Weg im Umgang mit Verschmutzung und Vandalismus in Schultoiletten geht die Robert-Schuman-Realschule. Während das Thema bundesweit zunehmend in den Fokus rückt, möchte unsere Schule nicht erst reagieren, wenn Probleme entstehen. Stattdessen setzen wir bewusst auf Prävention, Perspektivwechsel und Dialog.


Ins Leben gerufen wurde das Projekt „Tatort Schultoilette“ von Schulsozialarbeiter Alexander Papp – mit tatkräftiger Unterstützung des Hausmeisters, der täglich die Toilettenanlagen kontrolliert und aus erster Hand weiß, welche Herausforderungen verschmutzte Sanitärräume mit sich bringen.


In der vergangenen Woche besuchten alle Klassen der Jahrgangsstufen 5 bis 9 einen eigens eingerichteten „Showroom“. Dafür wurden zuvor gereinigte Toilettenräume bewusst präpariert: Nachgestellte Vandalismusschäden, Attrappen, unangenehme Gerüche und über Lautsprecher eingespielte Geräusche schufen eine beklemmende Atmosphäre, die alle Sinne ansprach. Die überspitzt dargestellte Situation sorgte bei vielen Schülerinnen und Schülern für Schock- und Ekelmomente.


Genau hier setzt das Projekt an. Denn was für die Jugendlichen eine eindrucksvolle Inszenierung war, gehört für Reinigungskräfte vielerorts zum Arbeitsalltag. Ziel ist es, Empathie zu fördern, einen Perspektivwechsel zu ermöglichen und gleichzeitig Themen wie gegenseitigen Respekt, Wertschätzung und faire Arbeitsbedingungen in den Mittelpunkt zu rücken.


„Uns ist es wichtig, mit den Schülerinnen und Schülern ins Gespräch zu kommen. Sie sollen sich in die Lage derjenigen versetzen, die nach Schulschluss in verschmutzten Toilettenräumen ihren Arbeitsplatz haben. Ich bin mir sicher, dass es diesen Austausch und diese Gespräche braucht, damit Kinder und Jugendliche ins Reflektieren und Nachdenken kommen“, erklärt Schulsozialarbeiter Alexander Papp.


Der ganzheitliche Ansatz des Projekts stößt auch im Kollegium auf große Zustimmung. Nach dem Besuch des Showrooms greifen die Lehrkräfte das Thema im Unterricht auf und arbeiten gemeinsam mit ihren Klassen weiter daran. Im Mittelpunkt steht dabei nicht die Belehrung, sondern die Frage, welche Ideen und Lösungen die Schülerinnen und Schüler selbst entwickeln können. Ziel ist es, Verantwortung aus der Schulgemeinschaft heraus entstehen zu lassen – statt Vorgaben „von oben“ zu machen.

Den Abschluss des Projekts bilden ein Quiz sowie eine kreative Plakataktion. Die Schülerinnen und Schüler gestalten Plakate rund um die Themen Respekt, Sauberkeit und Verantwortung. Zum kommenden Schuljahr sollen die eindrucksvollsten Arbeiten in den Toilettenbereichen unserer Schule aufgehängt werden. Die besten Plakate werden von der SMV ausgewählt und ausgezeichnet.


Auch wenn die Robert-Schuman-Realschule bislang nicht mit extremen Fällen von Toilettenvandalismus konfrontiert war, möchten wir frühzeitig ein Zeichen setzen. Mit „Tatort Schultoilette“ zeigen wir, dass nachhaltige Prävention dort beginnt, wo Verständnis, Eigenverantwortung und gegenseitiger Respekt gefördert werden. Als Schule verstehen wir es als gemeinsame Aufgabe, Verantwortung für unsere Umgebung zu übernehmen und zu einem respektvollen Miteinander beizutragen.



 
 
 

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